Schaltag

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Schaltag

Gewinner Losnummern

Gestern Abend fand die Auslosung im Hospizverein statt. Unsere Spieler Levent Aycicek und Julian Green zogen hierbei die Losnummern für die dazugehörigen Preise. Gewonnen haben:

Je 2 Karten auf der Gegengerade gegen Darmstadt:
Platz 10: Nummer 319
Platz 9: Nummer 1255
Platz 8: Nummer 312

Haupttribünenführung für 25 Personen:
Platz 7: Nummer 471

Ein Stück alte Haupttribüne:
Platz 6: Nummer 1567
Platz 5: Nummer 4443
Platz 4: Nummer 680

Von der Mannschaft unterschriebenes Trikot:
Platz 3: Nummer 388
Platz 2: Nummer 201

Matchworn Trikot (Narey, vom Heimsieg gegen St. Pauli):
Platz 1: Nummer 4402

Wer gewonnen hat, kontaktiert uns bitte per Mail an info@stradevia907.de

Wir bedanken uns Recht herzlich für jede eingegangene Spende und wir werden am Samstag beim Heimspiel gegen Heidenheim die erzielte Spendensumme verkünden und die Preise übergeben!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Gewinner Losnummern

KBS 100

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für KBS 100

Stradevia hilft… Lose

Am Sonntag gibt es auch die Möglichkeit gegen eine Spende Lose zu erwerben und tolle Preise zu gewinnen.

1 Euro Spende = 1 Los
5 Euro Spende = 6 Lose
10 Euro Spende = 13 Lose

Die Auslosung findet in der Woche vor dem nächsten Heimspiel statt. Bitte meldet euch danach bei uns unter info@stradevia907.de, damit ihr euren Preis erhalten könnt. Die Preise gibt es allerdings nur beim Vorzeigen eures Losabschnittes, diesen bitte gut aufheben!

Als Preise winken euch:
Platz 8-10: je 2 Karten auf der Gegengerade gegen Darmstadt
Platz 7: Haupttribünenführung für 25 Personen
Platz 4-6: ein Stück alte Haupttribüne
Platz 2-3: unterschriebenes Trikot
Platz 1: Matchworn Trikot

Die Gewinnernummern werden wir hier und auf Instagram bekanntgeben!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Stradevia hilft… Lose

Antwortschreiben der Fanszenen Deutschlands zum Treffen mit den Verantwortlichen des DFB / der DFL

Sehr geehrte Damen und Herren des DFB, der DFL und der Ligenvertretung,

am vergangenen Samstag kamen die Fanszenen Deutschlands zusammen, um das mit Ihnen sehr konstruktiv geführte Gespräch vom 09.11.17 zu reflektieren.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass der DFB in punkto Fanutensilien kurzfristig Klarheit, Verbindlichkeit und Gleichheit schaffen wird. Fanutensilien sind ein unverzichtbarer Teil der Fankultur und kein Sicherheitsrisiko. Vielmehr sorgen die Verbote und Einschränkungen von Fanutensilien für unübersichtliche Einlasssituationen und Konfliktpotential. Dass damit nun endlich Schluss ist, ist ein guter, wenn auch überfälliger Schritt in die richtige Richtung.

Zudem begrüßen wir die Initiative des DFB Präsidenten Reinhard Grindel in Zukunft keine Stadionverbote bei potentiellen Vergehen auf den Anfahrtswegen auszusprechen. Der „Fußballzusammenhang“ ist ein konstruierter Begriff, der einem Freifahrtschein gleichkommt. Zudem werden Stadionverbote immer noch, bereits bei einer Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und damit vor dem Feststehen einer Tatbeteiligung, ausgesprochen. Dies zumindest bei Vorkommnissen auf den Anfahrtswegen nun nicht mehr zu tun, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, den wir als unverzichtbare Grundlage sehen, um das Gesamtkonstrukt Stadionverbote zukünftig weiterführend kritisch diskutieren zu können. Zwingend logisch und notwendig erscheint es uns in diesem Zusammenhang allerdings, bereits massenhaft erteilte Stadionverbote für potentielle Vergehen außerhalb der Stadionsphäre mit sofortiger Wirkung aufzuheben.

Trotz dieser Teilerfolge, die weitestgehend aus dem gemeinsamen Einvernehmen erfolgt sind, sehen wir weiterhin massiven Diskussionsbedarf. Insbesondere die Themen Fanrechte, Anstoßzeiten, „50+1“ und Sportgerichtsbarkeit sind aus unserer Sicht kaum oder nur unzureichend besprochen worden. Wir werden Ihnen hierzu bis Anfang Dezember ein gemeinsames Positionspapier zukommen lassen, mit der Erwartung, dass dieses u.a. beim nächsten DFB-Bundestag am 08. Dezember diskutiert wird.

Die Fanszenen Deutschlands im November 2017

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Antwortschreiben der Fanszenen Deutschlands zum Treffen mit den Verantwortlichen des DFB / der DFL

Stradevia hilft… dem Hospizverein

Beim kommenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli werden wir wieder im Rahmen unseres sozialen Projektes „Stradevia hilft…“ auf Spendensammlung gehen. In diesem Jahr werden wir damit den Hospizverein Fürth e.V. unterstützen den wir euch im Folgenden etwas näher vorstellen möchten.

KBS: Wenn man an Hospiz denkt, haben viele Personen sicherlich oftmals schwerkranke Menschen im Kopf die nur noch kurze Zeit zu leben haben. Und natürlich gehört auch das zu Ihrer täglichen Arbeit dazu. Aber wie sieht diese genau aus? Kümmern Sie sich eher um die Pflege der Leute oder helfen Sie ihnen, notwendige Angelegenheiten wie das Begräbnis zu organisieren?
Hospizverein: Die Menschen haben zumeist keine Angst vor dem Tod, sondern Angst vor dem Sterben. Wir helfen, in der Angst zu begegnen und weitgehend aufzulösen. Die Pflege bleibt den professionellen Pflegediensten vorbehalten. Gerne motivieren wir aber dazu, eine Bestattungsvorsorge abzuschließen und dabei mit dem Bestatter die Details dahingehend festzulegen, wie die Beerdigung und die Grabpflege denn einmal aussehen soll.

KBS: Bei unseren Treffen war es Ihnen immer wichtig zu betonen, dass Hospiz nicht nur „sterben“ bedeutet. Vielmehr geht es Ihnen darum, die verbleibende Zeit, die teilweise auch mehrere Jahre dauern kann, so schön wie möglich zu gestalten und den betroffenen Personen eine Freude zu bereiten. Wie sieht denn dieser Bereich Ihrer Arbeit aus?
Hospizverein: Das Wort „Sterben“ verwenden wir untereinander und auch vor dem Begleiteten eher selten; bei der hospizlichen Haltung geht es vielmehr um die Zurückerinnerung an das, was „Leben“ bedeutet und wie es noch einmal in Angesichts seines Endes zu gestalten, wenn möglich sogar zu feiern ist.

KBS: Um die Arbeit bewerkstelligen zu können braucht es natürlich auch eine Vielzahl an helfenden Händen. Aus wie vielen Mitarbeitern besteht der Hospizverein und wie groß ist das Netzwerk an helfenden Händen?
Hospizverein: Zur Zeit unterstützen 102 Ehrenamtliche und 10 festangestellte Mitarbeiterinnen die Arbeit des Hospizvereins. Alle haben eine nach allgemeinen Standards absolvierte, spezialisierte Ausbildung.

KBS: Und wie viele Personen haben Sie im Schnitt zu betreuen? Stoßen Sie hier auch öfters mal an Ihre Kapazitätsgrenzen?
Hospizverein: Wir begleiten pro Jahr neben den etwa 150 bis 175 Menschen, die versterben, auch rund 50 Menschen, die psychosoziale Unterstützung bei der Bewältigung ihrer durch eine Erkrankung begrenzten Lebenszeit wünschen. Kapazitätsgrenzen kennen wir nicht, bei zusätzlichen anfragen krempeln wir die Ärmel hoch und packen es an.

KBS: Wenn eine nahestehende Person schwer erkrankt ist und man die Hilfe des Hospizverein in Anspruch nehmen könnte, was würden Sie dieser Person sagen, damit diese die Angst vor dem ersten Schritt verliert und wie sieht die allgemeine Kontaktaufnahme zu Ihnen auf?
Hospizverein: Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel telefonisch mit dem Büro der Koordinatorinnen, die Anregung hierzu geben oftmals Pflegedienste, Nachbarn und auch die versorgenden Hausärzte. Sie erfolgt meistens aus einer sehr großen persönlichen, wirtschaftlichen oder seelischen Notlage heraus und ist überwiegend als Hilferuf zu verstehen und benötigt deswegen auch keine Motivation, um eine Angst vor dem Kontakt zu überwinden.

KBS: Ein Wunsch von Ihnen wäre, dass das Pflegepersonal besser geschult werden würde, um so schon frühzeitig mit den betroffenen Personen diverse Dinge absprechen zu können wie z.B. eine Patientenverfügung. Da die Fluktuation in diesem Berufszweig relativ hoch ist, ist dieses Unterfangen natürlich relativ schwer. Die Spenden sollen unter anderem auch hierfür verwendet werden. Warum ist Ihnen genau dieser Bereich so wichtig?
Hospizverein: Das Sterben hat geformt zu werden: auf der körperlich-medizinischen, der sozialen, der psychischen und der spirituellen Ebene. Die Beratungen und Begleitungen sind anspruchsvoll und beziehen auch die An- und Zugehörigen mit ein. Es bedarf hierzu Menschen, die Lebenserfahrung und eine solide Hospizausbildung haben.

KBS: Vor kurzem gab es einen großen Artikel, in dem der Wunsch eines letzten Besuches des eigenen Pferdes realisiert werden konnte. Und das ist nicht der einzige Wunsch, der erfüllt werden konnte. Was waren hier die schönsten und/oder kuriosesten Wünsche, die Sie erfüllen konnten?
Hospizverein: Da wird schon einmal ein Pflegebett vor der Bühne der Stadthalle aufgebaut und der Begleitete anlässlich der Feier seines Hochzeitstags zu einem Konzert gebracht. Da wird auch mit viel Logistik einem Mann ein Rundflug ab Herzogenaurach organisiert, damit er sich von seinem früheren Pilotenleben versöhnlich verabschieden kann. Und natürlich die Organisation von einem Hausbesuch der Greuther Fürther Spieler bei einem seiner Fans oder der Trainingsbesuch eines Clubfans bei seinem Verein.

KBS: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben um für unsere Leser einige Fragen zu beantworten. Wir freuen uns auf die gemeinsame Sammelaktion beim kommenden Heimspiel und überlassen Ihnen nun die letzten Worte…
Hospizverein: Sterben ist generell niemals schön, dennoch kann es so gestaltet werden, dass sowohl der Abschied aus dem Leben versöhnlich wird, als auch die Angehörigen für ein Weiterleben befähigt werden. Hospizarbeit findet auf zahlreichen menschlichen, psychosozialen und spirituellen Ebenen statt, sie ist unglaublich vielseitig und zutiefst dem Menschen zugewandt. Menschen, die diese Haltung zu Leben und Sterben haben, sind als Ehrenamtliche genauso herzlich willkommen wie auch diejenigen, die unsere Hilfe bei der Begleitung in Rat und Tat suchen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Stradevia hilft… dem Hospizverein

Komm mit – Mehr als 90 Minuten // Das Ferienprogramm von Stradevia 907 und dem Fanprojekt Fürth

Du bist zwischen 14 und 18 Jahren und gehst schon länger in den Sportpark Ronhof? Du schaust schon länger auf das Treiben in Block 12?
Du hast dich schon immer gefragt, wie es wäre dort zu stehen?
Du möchtest wissen, was es dazu alles benötigt?
Dann ist JETZT deine Chance gekommen.
Stradevia 907 und das Fanprojekt Fürth bieten Dir die Gelegenheit in die Welt der aktiven Fanszene einzutauchen.
Komm mit, entdecke das Gefühl des Fußballs neu in Dir. Sei ein Teil – und das mehr als nur 90 Minuten.
Doppelhalter und andere Materialien selbst gestalten, entdecke mit uns die Geschichte der Spielvereinigung und fahr mit uns zum Spiel nach Regensburg!
Wir freuen uns auf dich!
Komm mit, mehr als 90 Minuten.

Vom 01.11.2017 bis 04.11.2017 inkl. Besuch Auswärtsspiel in Regensburg.
Informationsabend für Eltern am Mittwoch den 25.10.2017 um 19:03 Uhr im Fanprojekt Fürth, Theresienstraße 17, 90762 Fürth

Für die Teilnahme bitte bis 20. Oktober 2017 Mail an fanprojekt@kinderarcheggmbh.de
Bitte unbedingt Namen und Anzahl (max 2 Personen) angeben!

Das Anmeldeformular könnt ihr bei den kommenden Spielen oder direkt im Fanprojekt während dem offenen Treffs abgeben.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Komm mit – Mehr als 90 Minuten // Das Ferienprogramm von Stradevia 907 und dem Fanprojekt Fürth

Choreo-Spendensammlung gegen Ingolstadt

Beim ersten Heimspiel gegen Bielefeld zeigte unsere Gruppe die bislang größte und aufwendigste Choreo unserer noch jungen Geschichte. Zum ersten Mal wurde hierbei auch die Gegengerade mit einbezogen, bei der wir uns an dieser Stelle auch nochmals bedanken möchten! Das Feedback von den Sitzplätzen war durchweg positiv und somit stehen wir ähnlichen Aktionen in der Zukunft positiv gegenüber.
Da die Choreo ein sehr großes Loch in unsere Kasse gerissen hat, wir aber auch in Zukunft optische Akzente im Sportpark und auswärts setzen möchten, werden wir beim kommenden Heimspiel gegen Ingolstadt mit Spendendosen unterwegs sein, um unsere Kasse wieder etwas zu füllen.
Wer bei dem Spiel verhindert ist, kann uns auch gerne eine Spende direkt auf unser Konto zukommen lassen:
Stradevia 907
DE69 7625 0000 0040 4175 37
Schon jetzt möchten wir uns bei allen Spendern bedanken! Zum Abschluss findet ihr noch eine Kostenaufstellung der Choreo:
8.000 Pappen // 1.061,85 Euro
620 Meter Stoff // 1.240 Euro
72 Liter Farbe // 407,92 Euro
Eddings, Pinsel, Nähfaden, Klebeband etc. // 704,42 Euro
Werbung // 301,51 Euro
Gesamt: 3.715,70 Euro

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Choreo-Spendensammlung gegen Ingolstadt

Infoabend am 23. August

Am Mittwoch, den 23. August lädt die Nordtribüne Ronhof ab 19:03 Uhr zu einer Infoveranstaltung in das Vereinsheim der Sportfreunde ein.

Zum einen wird sich der neue Zusammenschluss vorstellen. Was hat es damit auf sich? Was sind die Ziele und wie kann man sich einbringen?

Zum anderen geht es um den aktuellen Konflikt zwischen den Fanszenen und dem DFB.

Warum wird der Protest immer lauter? Was ist in den letzten Wochen bereits geschehen und wie kann jeder seinen Teil zu einem erfolgreichen Protest beitragen?

Erscheint zahlreich und diskutiert angeregt mit, denn nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir beim DFB ein Umdenken bewirken!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Infoabend am 23. August

Offener Brief eines ProFans Mitglieds an DFB-Präsident Reinhard Grindel anlässlich seiner Stellungnahme vom 02.08.2017

Lieber Reinhard,

ich grüße dich aus der schwersten Zeit des Jahres – der Sommerpause. Woanders rollt schon der Ball, ich muss leider noch etwas geduldig sein. Sicher geht es dir wie mir und du hast über die lange Durststrecke der spielfreien Zeit ein wenig Frust angestaut. Anders kann ich mir deinen trotzigen Wutanfall am Anfang der Woche nämlich gar nicht erklären.

Ich weiß ja nicht, ob du dir mit deinem unrefkletierten und weltfremden Geschimpfe einen Gefallen getan hast, mein Lieber. Denn was du da forderst von den Ultras, dass dich diese hätten zu einem Gespräch bitten können, ist doch etwas geheuchelt. Vor allem angesichts der Tatsache, dass du dich in deiner Vergangenheit eher aufgrund deiner zurückhaltenden Art in aller Munde gebracht hast. Oder wie war das vor drei Jahren noch einmal mit der Abstimmung zur Novelle der Abgeordnetenbestechung?

Wie hätte denn deiner Meinung nach das Gespräch aussehen können, an welchem du „sicher“ teilgenommen hättest? In etwa so wie in der AG Fanbelange? Von einem Dialog auf Augenhöhe war damals die Rede. Frag doch deinen Vize, unseren gemeinsamen Freund Christian, wie das gelaufen ist. Wie er uns Ultras und aktive Fans immer wieder vertröstet hat. Wie er uns für blöd verkaufen wollte, indem er uns gegenüber den verständnisvollen Fußballfan gespielt hat und den Vereinen klar machte, dass sie nichts zu befürchten hätten, da er „die Fans im Griff“ habe. Lieber Reinhard, da musst selbst du Verständnis dafür haben, dass ein Dialog auf dieser Ebene nicht stattfinden kann. Du kannst ja bei deiner Meinung bleiben, dass wechselseitige Fangesänge keine Dialogkultur sind, wie du sie definierst. Nur sehen wir noch viel weniger Kultur in der geheuchelten Augenhöhe eurer letzten Dialogstrukturen.

Im Grunde kann ich dich ja verstehen. Jeder braucht ein Feindbild, da passen die Ultras super rein. Zünden Pyrotechnik und benehmen sich daneben, machen auf Missstände aufmerksam und das meist auf eine unmissverständliche Art und Weise. Wie ärgerlich das sein muss, wenn man jeden Spieltag aufs Neue damit konfrontiert wird, in was für einem korrupten und heuchlerischem Laden man doch tätig ist. Und du dachtest wahrscheinlich, es geht nicht schlimmer, als du damals dein Bundestagsmandat gegen die DFB-Präsidentschaft eingetauscht hast. Wie du dich doch geirrt hast.

Und jetzt auch noch die Sache mit den Chinesen. Auf einmal rührt sich überall Kritik und nicht nur bei den randalierenden Querulanten, die dir dein Leben so schwer machen. Dabei hattest du wie immer nur „das Gute“ im Sinn: das liebe Geld. Du sprichst von einer „sinnvollen Marketingvereinbarung zugunsten der Regionalliga Südwest“, wir und viele mit uns sprechen von einem verspäteten Aprilscherz. Reinhard, jetzt mal unter uns: Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, die Vereine in die Entscheidung mit einzubeziehen, als sie vor vollendete Tatsachen zu stellen und ihnen einzureden, es sei nur zu ihrem Besten? Können die das nicht am besten selbst beurteilen? Sind sie deswegen nicht unter einer gemeinsamen Liga zusammen geschlossen, um ihre Interessen bestmöglich zu vertreten? Oder haben wir da einiges in Bezug auf die DFL und das Prinzip von Demokratie missverstanden?

Mensch, Reinhard, im Grunde wollen wir doch alle das gleiche: den Fußball so lieben und leben, wie wir ihn uns vorstellen. Dass es dabei auch bei einer Vielzahl von Menschen eine Vielzahl von Meinungen gibt, ist klar. Um dann auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, muss man sich austauschen. Dieser Austausch kann aber nur funktionieren, wenn beide Dialogparteien sich auf einer Ebene verstehen. Leider hast du auch durch deine Reaktion im Internet erneut gezeigt, dass ihr hohen Funktionäre des deutschen Fußballs genau diese einfachen Grundzüge der menschlichen Kommunikation nicht verstanden habt. Oder wie passt es zusammen, dass du Dialogbereitschaft forderst und im gleichem Atemzug die Aufgeforderten als verblendet bezeichnest?

Am meisten hat mich dann dein Aufruf gerührt. Auf den DFB würden Wechselgesänge oder Spruchbänder keinen Eindruck machen. Vielmehr wünschst du dir starke Argumente. Als würden wir nicht seit Jahren und Jahrzenten immer wieder kanonartig diese Argumente runterbeten, ohne dass sich auch nur das geringste ändert. Und als hätten wir nicht eine Schelle nach der nächsten kassiert, da die Interessen der aktiven Fanszenen anscheinend wirklich niemanden von euch wichtigen Menschen mit dem grünen Logo auf der Brust zu interessieren scheinen. Willst du mir wirklich sagen, dass dich die Argumente der Fanszenen bisher nicht erreicht haben? Ist es in deiner Welt wirklich so, dass die Ultras nur randalierende Idioten ohne Zukunftsperspektiven sind, die sich allein den DFB zum Ziel ihrer Attacken gemacht haben, eben einfach weil sie Lust darauf haben? Hast du nie überlegt, warum es kritische Gesänge, Spruchbänder oder Stellungnahmen gibt? Und wenn sich Protest an so vielen Stellen und auf so vielen Ebenen regt: denkt man dann nicht auch über die Wahrscheinlichkeit der eigenen Schuld nach?

Verstehst du jetzt, warum dich keiner eingeladen hat und du wie das zuletzt gewählte Kind damals im Sportunterricht beleidigt um dich schlagen musst? Wie es in den Wald hinein geschrien wird, so schallt es aus den Kurven heraus. Die Wechselgesänge werden so lange nicht aufhören, bis sich endlich etwas in euren Köpfen geändert hat. Es formiert sich geballter, flächendeckender Widerstand von der Regionalliga Südwest bis hin zur ersten Bundesliga. Die von euch als zutiefst verfeindeten Kurven dargestellten Fanszenen haben längst erkannt gegen wen sich ihre berechtigte Wut zu richten hat.

Ihr bewegt euch fernab der ordentlichen Gerichtsbarkeit, seid korrupt und werdet straffällig und dennoch meinst du, dass der Ruf des DFB makellos sei. Erspare uns bitte weitere Ausführungen über deine Dialogbereitschaft, solange du sie nicht ernst meinst, dann erspare ich dir weitere Briefe dieser Art. Denn zur Zeit kann ich über deine „Polemik und Unwissenheit nur den Kopf schütteln“.

Einer dieser Ultras

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Offener Brief eines ProFans Mitglieds an DFB-Präsident Reinhard Grindel anlässlich seiner Stellungnahme vom 02.08.2017
Seiten: 1 2 3 4 5 Nächste