Fürths Jugend geht in den Block 12!

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Wir schreiben den 20. März 2012 und es läuft die 120. Spielminute im Pokal-Halbfinale. Zu Gast im heimischen Ronhof ist niemand geringeres als der damalige amtierende und kommende deutsche Meister aus Dortmund. Nach einem großen Kampf unserer Jungs steht es immer noch 0:0 und es gilt einen letzten Angriff abzuwehren, ehe eine Entscheidung vom Elfmeterpunkt fällt.
Bis dahin lag eine packende Pokalsaison hinter uns und der Traum von Europa war zum Greifen nahe. Nach dem die ersten beiden Runden relativ problemlos überstanden wurden, wartete im Achtelfinale der Verein aus der Nachbarstadt. Das Spiel wurde bekanntermaßen mit 1:0 zu gewonnen, was im Anschluss daran von gut 2.000 Personen in der Gustavstraße bis tief in die Nacht gefeiert wurde. Auch das Viertelfinale konnte mit demselben Ergebnis in Hoffenheim gewonnen werden und so stand man zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale des Pokales.
Zurück zum Spiel. Es rollt der letzte Angriff der schwarz-gelben auf unser Tor zu und ausgerechnet ein Ex-Nürnberger fasst sich ein Herz und zieht aus knapp 20 Metern ab. Der Ball prallt vom Pfosten an den Rücken unseres Keepers und von dort ins Gehäuse. Diese Sekunden, als man merkte, dass der große Traum soeben geplatzt ist, zählt zu den schlimmsten Momenten in den letzten Jahren. Auch wenn Dortmund verdient ins Finale einzog und ein Verein wie unsere Spielvereinigung nichts in Europa verloren hätte, so ist es dennoch unser größter Traum mit unserem Verein auf Reisen zu gehen und an jenem Tag war man so nah dran wie noch nie.
Seit diesem Moment hat sich einiges getan. Nach dem verdienten Aufstieg im selben Jahr folgte der noch verdientere Abstieg im darauffolgenden. In der Spielzeit darauf verlor man unglücklich die Relegation und nun gurkt man seit knapp zweieinhalb Jahren im unteren Tabellenmittelfeld umher und muss aufpassen das man nicht in der dritten Liga landet. Eine relativ ungewohnte Situation für uns alle.
Auch auf den Rängen geht die Tendenz in den letzten Monaten nach unten. So ist der Zuschauerschnitt fast wieder auf demselben Niveau wie vor dem Aufstieg und auch der Block 12 weißt erhebliche Lücken auf. Dies ist aber auch zugleich die Möglichkeit, für neue Interessierte in den Block rein zu schnuppern und sich von der Faszination anstecken zu lassen. Genauso wie in der Anfangszeit von Block 12, im Jahr 2008, wo eine gewisse Euphorie durch die Stadt schwappte und ein jeder sich ein Bild von diesem machen bzw. ein Teil von diesem werden wollte. Block 12 war ein Sammelbecken für die Jugendlichen in der Stadt und dort wollen wir wieder hinkommen.
In den kommenden Tagen stehen drei Heimspiele auf dem Plan für unsere Spielvereinigung, welche somit die optimale Möglichkeit bieten (wieder) einzutauchen in diesen fantastischen Ort. Ein Ort an dem neue Freundschaften entstehen. Ein Ort an dem wir aus dem tristen Alltag ausbrechen können und uns ausleben dürfen, nach unseren Vorstellungen, nach unseren Werten und unseren Idealen. Und es ist ein Ort für große Gefühle und nicht zu erklärende Momente. Also genau der richtige Ort für ein spannendes Pokalspiel am kommenden Mittwoch.
Zu Gast im heimischen Sportpark ist der Europapokalteilnehmer aus Mainz. Vor vielen Jahren träumte man auch dort von Europa und auch wenn es die reinste Utopie ist, werden wir wieder alles geben um unseren Traum ein Stück näher zu kommen.
Hierfür braucht es aber uns alle! Deckt euch mit Karten ein und nehmt eure Freunde mit.
Auf geht’s Kleeblatt-Jugend! Auf ins Achtelfinale!

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